Schneeglöckchenwanderung Feb. 2026

Autorin: Hermine Jirku

Die heurige Schneeglöckchenwanderung, abermals von Gerhard Harand umsichtig organisiert, führte uns in die Bucklige Welt, wo zwischen Scheiblingkirchen-Warth und Ternberg auf dem Leit´n-Weg unzählige Schneeglöckchen scheinbar nur auf uns gewartet hatten. Die Sonne war uns hold, nur der Wind erinnerte uns daran, dass sich der Winter noch nicht ganz verabschiedet hat. Zwischendurch waren uns sowohl die Rundkirche in Scheiblingkirchen als auch die Kirche in Ternberg, beide übrigens Juwelen kirchlicher Baukunst, ideale Meditationsräume. Auf unserem Weg begleiteten uns auch zwei stimmungsvolle Frühlingsgedichte von Mörike und Rilke, die die sanften Vorahnungen des Frühlings so trefflich beschreiben. Und den Worten Ryōkans konnten wir uns nur bereitwillig anschließen: „Voller Freude jauchzt heut´ an diesem Frühlingstag mein befreites Herz, seh´ ich, wie die Vögelein glücklich und zufrieden sind!“ Frühlings-Haikus, von Fleur sorgfältig ausgewählt, ließen uns wiederum schmunzeln und unsere Wanderung heiter fortsetzen.
Aber was haben Schneeglöckchen eigentlich mit Zen zu tun? Nun, jede Menge! Sie sind unaufdringlich und bescheiden. Sie symbolisieren den Übergang, die stille Kraft und den Neubeginn inmitten von Kälte und Stille.
Die wohlverdiente Stärkung im Café erfolgte am Schluss nach Aufhebung des Schweigens. Gerhard, Fleur, Karin, Hellena, Majda und Hermine genossen noch gemütliche Sangha-Zeit, bevor an diesem letzten Februar-Tag 2026 alle wieder in ihren persönlichen Alltag zurückkehrten.

..... Haiku Gedanken von Helena ......
…..Vogelgesang - Frühlingserwachen,
Wald, Hang, Schneeglöckchenmeer
Wärme lockt Dankbarkeit hervor
Stille lässt Demut sprechen
Schneeglöckchenglück blickt
auf zum weißen Lotus…….